RX 2025-03-15 · CAT AMATEURFUNK · 2 min

Wir lassen einen Stratosphärenballon steigen

QSL · DO7TC

Heute um 15 Uhr lassen wir vom Rittergut Friedrichshausen in Dassel einen Stratosphärenballon steigen. Hinter dem Projekt stehen Mitglieder des DARC-Ortsverbands Hilden und der Interessengemeinschaft Hamspirit e.V. — beides Gruppen, die sich deutschlandweit vernetzen und gern mit moderner Kommunikationstechnik experimentieren.

Was so ein Ballon macht

Ein Stratosphärenballon ist ein mit Helium gefüllter Ballon, der Höhen von bis zu 30 Kilometern erreicht. Auf dem Weg nach oben durchquert er verschiedene Luftschichten und ermöglicht Messungen und Experimente. Ist die maximale Flughöhe erreicht, platzt er — der Luftdruck dort oben ist einfach zu gering — und die Technik sinkt an einem Fallschirm sicher zur Erde zurück.

Worum es uns geht

Wir nutzen den Ballon, um Funksignale über weite Entfernungen zu übertragen und die Eigenschaften von Radiowellen in großen Höhen zu erforschen. Während des Fluges sendet er Bilder und Positionsdaten, die in Zentraleuropa empfangen und ausgewertet werden können.

Es ist bereits das zweite Mal, dass sich unsere Gruppe auf dem Rittergut Friedrichshausen zum jährlichen Treffen einfindet. Während dieser Woche senden wir von dort Funksignale in alle Welt, um Kontakt mit anderen Funkstationen rund um den Globus aufzunehmen. Der Ballonstart kommt dieses Jahr als besondere technische Herausforderung dazu.

Mitmachen

Uns geht es nicht nur darum, unsere Begeisterung für den Amateurfunk zu teilen, sondern auch zu zeigen, welche technischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten diese Form der Kommunikation bietet.

Wer die Signale empfängt, kann einen Empfangsbericht einreichen unter ballon.da0igh.de.

Was ist Amateurfunk?

Der Amateurfunk ist ein weltweites technisches Hobby, das lizenzierte Funkamateure nutzen, um miteinander zu kommunizieren, Experimente durchzuführen und neue Technologien zu erforschen. Anders als beim kommerziellen oder behördlichen Funkdienst steht nicht die geschäftliche Nutzung im Vordergrund, sondern der Austausch von Wissen, technische Innovation und Völkerverständigung.

Funkamateure dürfen mit selbstgebauten oder gekauften Geräten auf speziellen, international zugewiesenen Frequenzen senden — über kurze Entfernungen ebenso wie weltweit. Neben klassischer Sprachkommunikation gehören digitale Übertragungsarten, Satellitenfunk, Wetter- und Notfallkommunikation sowie technische Experimente wie Stratosphärenballons oder Funkverbindungen mit der ISS zu diesem vielseitigen Hobby.

Mehr über unseren Verein: ighamspirit.de

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